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Vorwort von J. L. Borges

Stevenson: „Die Insel der Stimmen“

(...) In Schottland gibt es bekanntlich den keltischen Mythos des fetch: des Doppelgängers, den die Menschen erblicken, ehe sie sterben. Dieses Doppelgänger-Thema inspirierte Stevenson zu überaus verschiedenen Kunstwerken. Das berühmteste ist Der seltsame Fall des Dr. Jekyll und Mr. Hyde, 1886 veröffentlicht. Der Titel deutet eine Mehrzahl an, die sich später als trügerisch herausstellt.

Bei den Versuchen einer Verfilmung hat man immer nur einen einzigen Schauspieler verwandt; wirkungsvoller wären zwei gewesen, damit deren Identität am Schluß um so mehr Verblüffung erregte. Oscar Wilde griff auf Jekyll und Hyde zurück, als er Das Bildnis des Dorian Gray ersann. Eine Erzählung in diesem Band – wir verraten nicht, welche – nimmt diese Zwangsvorstellung wieder auf. (...)