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Vorwort von J. L. Borges

„Argentinische Erzählungen“

Immer schon unterschied sich die argentinische Literatur von dem, was die übrigen Länder des Kontinents zur spanischen Sprache beigetragen haben. Gegen Ende des vorigen Jahrhunderts entstand hier eine eigene Gattung, die Gaucho-Dichtung; und jetzt gibt es bereits viele Schriftsteller, die sich der phantastischen Literatur zuwenden und keine bloße Übertragung der Wirklichkeit anstreben.

(…) Aus naheliegenden Gründen muß der Einblick, den dieser Band bietet, einseitig sein; aber die Zukunft wird es nicht an Gelegenheiten fehlen lassen, seine Seiten zu vervollständigen. Obwohl es nur wenige sind, ist darin unsere Stimme zu vernehmen, die auf die eine oder die andere Weise von den Einöden im Süden dieses Kontinents geprägt ist.