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Vorwort von J. L. Borges

Papini: „Der Spiegel auf der Flucht“

Ebenso wie E.A. Poe, der zweifellos einer seiner Lehrer war, will Giovanni Papini seinen phantastischen Erzählungen nicht den Anschein der Wirklichkeit verleihen.

Von Anfang an spürt der Leser in jeder von ihnen das Unwirkliche ihres Rahmens. Ich habe Poe erwähnt; man könnte hinzusetzen, daß diese Tradition auch die der deutschen Romantik und die von Tausendundeiner Nacht ist.

Diese Gewißheit des Unwirklichen gilt auch für das, was wir von Papinis Schicksal wissen: Wie er ständig von Schwermut verfolgt war, die ihn während seiner letzten Jahre unerbittlich einkreiste.

Als er durch eine seltsame Krankheit fast aller seiner Sinne beraubt und ihm nur noch der Verstand verblieben war, diktierte er seiner Enkelin Ana Paszkowski die letzten Schegge. (…)